Montag, 14. März 2011

Wer will fleißige Handwerker seh'n?

Ich berichte live aus unserem Flur, wo die Rebecc/kkas und ich gerade selbstständig und ohne fremde Hilfe (!) ein Bild aufgehängt haben. Wir sind einfach super! Natürlich sind wir stolz wie Oskar. Ich merke schon, wie sich die Wohnqualität drastisch erhöht ;). Das Bild hat Rebekka (links im Bild) übrigens selber gemalt. Sie hatte mir gar nicht gesagt, dass sie eine verhinderte Künstlerin ist. Over and Out :)

Wie man vielleicht erkennen kann, wohnt Queen Elizabeth II.
jetzt auch hier.

Sonntag, 13. März 2011

Kleine Beziehungskrise

Bertram das SPSS-Buch und ich hatten gerade eine kleine Meinungsverschiedenheit. Das ist ja nichts Neues eigentlich. Aber heute ist es irgendwie ein bisschen eskaliert. Ich hatte eigentlich gedacht, dass jetzt im Großen und Ganzen alles Wölkchen zwischen uns wäre, doch anscheinend ist dem nicht so. Deswegen habe ich gerade das Kriegsbeil wieder ausgegraben. Jetzt ist Schluss mit Lustig! Wenn Betram Krieg will, dann bekommt er den auch!
Was passiert ist? Ich bin heute extra früh aufgestanden um ein bisschen Zeit mit Bertram zu verbringen, da wir uns die ganzen Ferien nicht gesehen haben (muss allerdings auch zugeben, dass ich ihn nicht sonderlich vermisst habe). Erst lief auch alles ganz gut. Bertram hat mir gesagt, was ich machen soll und ich habe das dann auch brav ausgeführt. Er hat sogar darauf verzichtet, mich die ganze Zeit mit "Error. This syntax could not be executed" zu nerven. Ich habe ihn im Gegenzug auch nicht die ganze Zeit angeschrien. 
Das sieht schlimmer aus, als es ist.
Soll Bertram sich mal nicht so anstellen...
Aber dann, dann kam Kapitel 7.6 und von da an ging alles wieder den Bach runter. Erst nervte Bertram mich mit der Aufgabe, dass ich doch bitte mal den Zusammenhang zwischen Schweinen, die in zwei verschiedenen Stallarten gehalten wurden untersuchen soll. Fand ich schon ein bisschen unsinnig. Und dann ist Bertram noch vollkommen ausgerastet und hat mir gesagt, dass die Schweine an acht aufeinanderfolgenden Tagen beim Wühlen, Fressen und Massieren von Kopf und Rumpf beobachtet wurden (es scheint Leute zu geben, die echt keine Hobbies haben...) und ich davon bitte mal einen t-Test machen soll. Das hat mich schon ein bisschen missmutig gestimmt, da auf "t-Test (siehe Kap.12)" hingewiesen wurde. Wie ich aber eben beschrieben habe, bin ich aber gerade erst bei Kapitel 7. Ich weiß, dass ich den Spaß mit dem t-Test im letzten Semester schon mal in Statistik II hatte, aber machen wir uns nichts vor, für die Klausur habe ich eh nur stur auswendig gelernt (und bestanden habe ich sie trotzdem nicht - Zwei Mal). Und das hat mich dann schon ziemlich aufgeregt. Ich les doch jetzt nicht "mal eben" Kapitel 12! Wer bin ich denn? Wollte ich also lieber mit dem Rest des Kapitels weitermachen und diesen Aufgabenteil dann machen, wenn ich Kapitel 12 gelesen haben würde. Alles nicht so schlimm. Aber als ich weiterblätterte, musste ich leider feststellen, dass der Rest der Aufgaben auf diesem t-Test aufbaute. Das hat mich schon innerlich bis 13 zählen lassen müssen. Aber noch war ich gefasst. Gut, würde ich halt das dumme Kapitel 12 lesen. Nur stellte ich dann fest, dass es zwei Arten von t-Tests gibt (was ich theoretisch wissen müsste. Aber wie gesagt - nur theoretisch). Und ich hatte keinen Plan, welchen ich denn jetzt verdammt noch mal anwenden müsste. Da habe ich die betreffende Seite schon härter als notwendig umgeblättert und sie ist eingerissen. Das tat mir dann nicht mal sonderlich leid. Das war Bertram selber Schuld. Vollends in Rage brachte er mich dann, als ich mich dann blind für einen der beiden t-Tests entschied und da wieder das mit dem "Error. Bla bla  bla bla bla bla" kam. Da ist mir dann die Hutschnur geplatzt und Bertram musste dran glauben. Er viel einer Edding-Attacke zum Opfer und ich hab auch schön alles an dem ausgelassen.

So hat sich das dann in etwa abgespielt (Szene mit Popstars aus den 90ern nachgespielt):



Doch nachdem der erste Ärger jetzt verflogen ist, fühle ich mich erstens schlecht und zweitens kann ich diese Aufgabe wohl niemals mehr machen, da sie irgendwie nicht mehr sonderlich lesbar ist. Habe ich mir also wieder selber einen Himalaya in den Weg gelegt. Super gut durchdacht, Samira. Echt. Bertram guckt mich jetzt auch die ganze Zeit beleidigt und verletzt an. Aber ich bin immer noch sauer auf den. Vielleicht sollten wir einen Paartherapeuten aufsuchen. Over and Out.

Mittwoch, 9. März 2011

Lagebericht aus den Ferien

Mein Motto Jahr für Jahr
Karneval ist ja so gar nichts für mich. An Karneval sind immer alle furchtbar betrunken und es endet sowieso immer damit, dass der Akne-Christian, den du schon seit der dritten Klasse echt abtörnend findest, seine Hand unter deinem T-Shirt hat und fragt, ob da noch was geht.
Und um uns das zu ersparen, sind A. und ich über die Karnevalstage lieber nach Hamburg abgehauen und haben Freunde besucht. Und es hätte so schön werden können, doch - long story short - leider kam mir schon nach Tag 1 eine fieberhafte Grippe-erkrankung in den Weg (Mitleidsbe-kundungen immer wieder gerne an s.maassen@student.fontys.nl.  Betreff: Armes Töfftöff). Unser urbanes Wochenendabenteuer viel dann leider also doch nicht so aufregend aus, wie wir es und vorgenommen hatten. Spaß hatten wir trotzdem eine Menge, nur erholt bin ich natürlich kein Stück.
Und dabei habe ich den Rest der Ferienwoche ja noch so irre viel zu tun. Kaum zu glauben, die Uni ist gerade erst mal drei Wochen gelaufen, da brauche ich schon eine Ferienwoche für "Liegengebliebenes". Bei mir sieht es nämlich schon wieder aus wie bei Hempels unterm Sofa und außerdem habe ich Bertram, das SPSS-Buch vernachlässigt. Zudem sitzt mir die Bank im Nacken, dass ich doch bitte mal meine Immatrikulationsbescheinigung an die los werde (die sind wirklich erst glücklich, wenn die nerven können) und das Praktikum sucht sich ja schließlich auch nicht von alleine. Ihr seht also - mit Ferien hat das alles in allem nicht wirklich was zu tun. 
Blitzt und Blinkt - Jacques Chirac
Aber bevor ich das alles in Angriff nehme, habe ich heute erst mal Jacques Chirac wieder auf Vordermann gebracht. Ich wusste, dass es echt an der Zeit für eine Grundreinigung war, als ich in irgendwas unidentifizierbar Glibbriges unter meinem Sitz gegriffen habe. Deswegen dachte ich mir, dass mein liebes Auto natürlich nur das Beste vom Besten verdient hat und habe in der Waschstraße gleich mal hochmütig die Premiumpflege verlangt. Und dann fragt der Mann an der Waschstraße doch tatsächlich: "Errrrrnsthaft?" Pft. "Soll der mal bloß die Backen halten. Der ist doch nur neidisch auf mein cooles Gefährt" dachte ich mir und sagte lieber nichts. Mein Erfahrungen mit diesem Waschstraßenmitarbeiter sind nämlich nicht so gut. Das letzte Mal, als ich ein bisschen aufmüpfig wurde, hat der aus purer Boshaftigkeit meine Antenne nicht abgeschraubt (ich vergesse das grundsätzlich). Ich habe also meine Lektion gelernt und bin nett zu dem, denn er sitzt letztendlich am längeren Hebel. Ich habe nämlich panische Angst davor, dass irgendwann der dumme Föhn nicht hochgeht. Ich hasse den Föhn. Der Waschstraßenmann fand aber irgendwie, dass unsere Diskussion noch nicht vorbei war. "Premiumpflege macht schwarze Streifen auf weiße Lack". "Ey, ich mach dir gleich schwarze Streifen auf weiße Lack, wenn du mich jetzt hier nicht gleich in die Waschstraße lässt. Du Frosch!" - dachte ich mir, zog es aber vor, lieber mit den Schultern zu zucken (bin durchaus krankheitsbedingt noch ein wenig aggressiv unterwegs wie man vielleicht merkt ;) ). Letztendlich nahm der liebe Waschstraßenmann einfach seufzend mein Geld und ließ mich passieren. Und was soll ich sagen? Waschstraßenmann hatte 1. schon wieder meine Antenne drauf gelassen und 2. Recht. Ich hatte wirklich fiese schwarze Streifen auf meinem weißen Lack... Aber wenigstens habe ich mich durchgesetzt ;) 
Abgefahren cool -
Meine Batmansocken
Der restliche Tag war dann aber leider nicht mehr so erfolgreich. Nachdem ich mein Auto auf Hochglanz gebracht hatte (hat ein bisschen gedauert, die schwarzen Streifen wieder runterzurubbeln), wollte ich hochmütig das Chaos in meinem WG-Zimmer beseitigen. Aber ich kam irgendwie nicht weit. Die ersten drei Sachen wegräumen - erst mal ein Knoppers essen, dann schauen was auf facebook geht. Noch mal drei Sachen wegräumen - NEON-Artikel über Kinderarbeit in der Tabakindustrie lesen, dann schauen was auf facebook geht. Wieder drei Sachen wegräumen - meine Batmansocken fotografieren und online stellen, dann schauen was auf facebook geht... So in etwa schleppte sich der Rest des Tages fort. Aber ich werde den inneren Schweinehund bestimmt schon irgendwann besiegen... Morgen. Over and Out :)

Freitag, 4. März 2011

Lachsbrötchen - die Vorstufe zum Peter Zwegat-Besuch

Heute habe ich mich mal in Unkosten gestürzt. Denn ich habe mir ein Lachsbrötchen gegönnt. 
Seit einiger Zeit haben wir ja die neue Mensa und ich schleiche immer wieder gerne durch die Gänge und schaue, welches Genussfeuerwerk mir die Leute von der Cateringfirma heute wieder versprechen. Im Regelfall kaufe ich dann doch nichts, weil ich mir morgens schon ein Butterbrot geschmiert habe, das zwar nicht sonderlich was hermacht, dafür aber praktisch umsonst war. Zur Zeit ist jeden Tag in der Mensa essen nämlich nicht drin (Kleiner Exkurs: Ich bin kurz vorm Besuch von Peter Zwegat, weil ich törichterweise auf der Autobahn mit 40 km/h zu schnell in die Baustelle gerast bin - ich wusste gar nicht, dass das mit Jacques Chriac überhaupt möglich ist. Der Spaß kostet mich jetzt 120 Euro und das Härteste ist, dass die dazu auch noch 23 Euro 50 Verwaltungsgebühr von mir haben wollen, damit die mir die drei Punkte in Flensburg eintragen können. Unglaublich in seiner Dreistigkeit! Da musste ich mir erst mal an den Kopf packen :D). 
Yummie Yummie
Dabei ist jeden Tag Mensa jetzt wenigstens eine Wohltat. Bis zum letzten Semester war in der Mensa essen nämlich nur im äußersten Notfall angesagt. Alles, was man kriegen konnte, waren abwechselnd labbrige oder steinharte Baguettes, mysteriös aussehende Speisen aus der Fritteuse und traurig aussehende Knäckebrote aus der Marsmaschine. Meistens vermied ich es also verständlicherweise, Sachen aus der Mensa auch nur anzufassen.
Aber die FIHE hat schnell gemerkt, dass wir uns alle unaufhörlich über das schlechte und auf Dauer bestimmt auch dumm machende Essen beschweren. Und die FIHE wäre nicht die FIHE, wenn sie nicht gleich mal eine Marktforschung darüber machen würde. So wurden Arbeitsgruppen eingesetzt (ich weiß das, weil meine liebe Freundin C. in einer dieser Gruppen war und mich das ganze letzte Semester schon ganz gespannt auf die neuen Gerichte gemacht hat) und wir armen Studenten wurden gefühlt alle zwei Wochen per Mail mit einer Umfrage über die Mensa belästigt (Auch ganz groß hier. Machen wir mal eine Umfrage und schicken es an alle Studenten. Irgendwer wird bestimmt antworten). Doch das Ergebnis kann sich echt sehen lassen.
Als ich die Mensa das erste Mal im neuen Semester betrat, wollte ich gleich den ganzen Laden leer kaufen. Plötzlich alles total fancy, die Baguettes sind mit jetzt Lachs oder Curry Chicken oder so belegt und man kriegt abgefahren gut schmeckende Joghurt-Müsli Variationen (hab ich mir sagen lassen. Mir als Laktoseintolerante ist dieser Spaß ja nicht gegönnt). Und das führen die natürlich ein, wenn ich am Rande des selbstverschuldeten Bankrotts stehe. Nun ja, ich habe mir trotzdem ein totaaaaal schickes Lachsbrötchen gegönnt und was soll ich sagen? Peter Zwegat hin, Peter Zwegat her - es war himmlisch. Over and Out :)

Donnerstag, 3. März 2011

Willkommen, Blume und Pflanze!

Willkommen in unserer WG: Blume (links)
und Pflanze (rechts)
Die zwei Rebecc/kkas und ich waren wieder mal so richtig kreativ. Wir hatten schon längere Zeit geplant, der armseligen, halb vertrockneten Pflanze auf unserem WG-Esstisch einen Namen zu geben (und sie vielleicht auch mal ein bisschen öfter zu gießen). Allerdings ergab sich die Gelegenheit nie wirklich und es schien auch niemand wirklich Lust darauf zu haben, das verkümmerte Geschöpf zu benennen. Doch jetzt, jetzt endlich ist es so weit. Das arme Ding hat einen Namen! Es heißt ..... (Trommelwirbel) ..... PFLANZE! Jap, ihr habt richtig gelesen. Wir waren richtig kreativ und haben es einfach Pflanze genannt. Läuft. Um den nicht allzu fancy Namen wieder gut zu machen, haben wir Pflanze auch eine kleine Wegbegleiterin besorgt. Sie heißt Blume und wohnt in einer Tasse. Wir sind nicht sicher, ob es wirklich eine Blume ist oder vielleicht doch auch nur so ne Pflanze, aber sie heißt auf jeden Fall Blume. Wir hoffen auf ein harmonisches Zusammenwohnen und versuchen sie nicht umzubringen. Ehrenwort. Over and Out :)

Sonntag, 27. Februar 2011

Jäg alskar Sverige!

Findet übrigens noch jemand,
dass Skandinavien aussieht
wie ein männliches Geschlechtsteil?
Wie bereits angekündigt, bin ich bezüglich des Auslandssemesters gleich mal wieder eine Trillionen Mal umgeschwenkt. Wir dürfen ja bis zu drei Wahluniversitäten in beliebig vielen Ländern wählen und das führte dazu, dass die Fontys mich mit ihrem riesigen Partnerunireportoire in den puren Wahnsinn trieb. Erst wollte ich wie gesagt auf jeden Fall nach Toulouse. Eine Woche später wollte ich doch lieber nach Dänemark, dann wollte ich ganz sicher nach Schweden. Danach wieder nach Toulouse, dann doch lieber vielleicht was riskieren und nach Hongkong? Es war einfach schwierig. Erst hatte ich ja befürchtet, dass sich einfach das Auslandssemester-Entscheidungsrad unaufhörlich dreht und am 1. März da zum Stehen kommt, wo ich an dem Tag Bock drauf hatte. Doch dann habe ich das mal ganz strategisch analysiert. Hab ich ja schließlich nicht umsonst in sämtlichen Modulen ausführlich gelernt. 
Deswegen habe ich mich dann mal hingesetzt und überlegt, was denn so ganz rational gesehen das Beste für mich als angehende International Marketerin und als Person ist. So bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass Skandinavien auf jeden Fall der Place 2 be für mich ist. Ich habe viele Freunde aus Skandinavien aus meiner Zeit als Au Pair in Oxford und fand die Skandinavier irgendwie schon immer ziemlich knorke. Außerdem kann ich meinen Minor ja in jedem x-beliebigen Fach machen und ich fände Skandinavistik schon ziemlich spannend. Deswegen wird es jetzt wohl Skandinavien. Schweden - Dänemark - Finnland, in der Reihenfolge. Die Chancen, dass ich unter den drei Bewerbungen auch einen Platz bekomme, stehen sehr gut. Die Fontys bemüht sich immer sehr, so viele Leute wie möglich in einem Austauschprogramm unterzukriegen. Wir sind ja nicht umsonst eine internationale Businessschool, ne? ;) Außerdem werde ich mindestens Finnland bekommen, weil da irgendwie echt absolut NIEMAND hin will. Zumindest von den Leuten, mit denen ich gesprochen habe (und da ich so eine Kontaktfreudige Labertasche bin, waren das ziemlich viele). Deswegen sag ich mal: Skandinavien Ahoi!


Zum Schluss noch ein kleines Lied über meinen Favoriten Schweden. Denn wie hat Farin Urlaub schon richtig  in Jäg Alskar Sverige (Ich liebe Schweden - der einzige Satz, den ich auf Schwedisch kann) erkannt?



"Ach, Schweden ist das schönste Land der Welt,

dort, wo am Strand die Palmen stehen,

da will ich jetzt spazieren gehen,
weil mir mein Schweden ziemlich gut gefällt."


Da muss ich also einfach hin :D! Over and Out :)


Donnerstag, 24. Februar 2011

Bertram und ich - Eine Hassliebe

Vor kurzer Zeit berichtete ich, dass das SPSS-Buch und ich echt keine Freunde werden würden und ich ihm außerdem tote Kakerlaken auf das Deckblatt wünsche. 
Neu in meinem Freundeskreis:
 Der Bertram
Mittlerweile hat sich das aber wieder geändert. Nach kleinen Anfangs-schwierigkeiten sind wir mittlerweile doch auf dem Weg, echte Buddies zu werden. Alles fing damit an, dass ich doch zu der Einsicht kam, dass ich das SPSS-Buch nicht einfach gleich hassen sollte. Da dieses Semester ziemlich viel für SPSS gemacht werden muss, ist das Buch nämlich mein treuer, schwerer Wegbegleiter. Deswegen dachte ich mir, dass wenn ich das Buch eh ständig rumschleppen soll, ich ja auch eine freundlichere Beziehung zu ihm aufbauen könnte. So kam es, dass ich dem bis dato doofen SPSS-Buch einen Namen gab. Jetzt heißt es Bertram und irgendwie läuft auch alles gleich besser. Bertram und ich hängen irre viel zusammen rum und ich habe ihn liebevoll mit Textmarkern vollgekritzelt. Die gelösten Aufgaben enden mittlerweile nicht mehr hauptsächlich mit Syntax Error (Ist wie beim Taschenrechner. Sagt der Computer das, ist irgendwas falsch und man muss die ganze Aufgabe nach Fehlern durchsuchen a.k.a Man ist voll am Sack) - das ist doch schon mal ein gutes Zeichen. Besonders für so hoffnungslose Statistikfälle wie mich :D 
Natürlich ist immer noch nicht alles hundertprozentig Wölkchen zwischen uns, aber wir arbeiten dran. Manchmal bringt Bertram mich immer noch zum Ausrasten und ich möchte ihm am liebsten jedes Blatt einzeln und so schmerzhaft wie möglich ausreissen - aber die Momente werden weniger. Mal sehen, was die Zukunft so bringt. Over and Out :)

Mittwoch, 16. Februar 2011

Das Grauen hat einen neuen Namen

Ich muss sagen, dass ich mich ja bis jetzt eigentlich sehr gut mit dem neuen Semester angefreundet habe. Irgendwie sah es so aus, als würde dieses Mal alles besser werden und alles wäre sowieso Happy Hippo. Nur die Creme de la Creme der Dozenten, durchaus passable Unizeiten und endlich, ja ENDLICH kein Statistik mehr. Mhm. Naja. Zu früh gefreut. Die Statistik verfolgt mich auf Schritt und Tritt und sitzt mir auch dieses Semester wieder im Nacken. Sie kam in Gestalt eines Buches. 1008 Seiten dick, hört auf den Namen "SPSS 18 - Einführung in die moderne Datenanalyse" und verhöhnt mich mittels eines freundlichen gelben Umschlags, auf dem auch noch fröhlich bunte Schafe zu sehen sind. Also ich weiß ja nicht, was der Verlag sich dabei gedacht hat, aber bei SPSS denke ich ja nicht an fröhlich bunte Schafe. Ein trister Umschlag mit toten Kakerlaken wäre irgendwie näher am Thema gewesen finde ich. Aber naja, ich bin auch ein bisschen voreingenommen. Das kann ich hiermit auch offiziell selbstreflektieren (Hab ich also tatsächlich was gelernt in Study Career Management).
Das ist der Übeltäter
Nichtsdestotrotz - Schäfchen hin, Kakerlaken her - da muss ich jetzt wohl durch. Was nämlich das Beste ist: Zu dem Buch kommt ein iiiiiiiiiirre spannendes Computerprogramm. Was ich unter anderem bisher gelernt habe: Wie ich gewisse Daten kreuztabuliere, wie man aus sämtlichen Daten hübsche Kuchendiagramme bastelt und (absoluter Knaller) wie ich gegebenenfalls die Syntax der Anwendung zu meinen Gunsten verändere. Wenn ihr jetzt gerade nicht verstanden habt, was ich da genau mache - macht euch nichts draus. Ich nämlich auch nicht :D Derzeit führe ich einfach stur aus, was da in dem Buch steht. Bin also IRRE gespannt, wie das wohl für mich ausgehen wird... Over and Out :)

Samstag, 12. Februar 2011

Ich hab ihn wieder!!!

Jawollo! Ich habe gerade den vermissten Emo-Taschenrechner meiner Schwester wiedergefunden! Jetzt muss sie mich doch nicht umbringen. Was für ein tolles Gefühl. Ich habe nämlich irgendwie den liebevoll beklebten Taschenrechner meiner Schwester verbummelt und hatte schon befürchtet, dass mir ein langsamer und qualvoller Tod bevorstehen würde, wenn die davon Wind bekäme (ob es sonderlich schlau ist, auf dem Blog davon zu berichten, ist eine andere Geschichte). 
Kein wunder,
dass ich den nicht finden konnte!
Und ich muss ja schon sagen, dass ich mich in Sachen Gegenstände vor mir verstecken auch wieder selbst übertroffen habe. Ich habe nämlich alles abgekämmt und nichts gefunden. Konnte ich auch nicht, ich Depp habe den Taschenrechner nämlich zwischen meine Bücher im Bücherregal geklemmt. Wie der da hingekommen ist, weiß ich beim besten Willen nicht. Ich weiß nur, dass ich heute auf meine Bücher gestarrt habe (schien mir die bessere Alternative, als tatsächlich effektiv zu arbeiten) und dachte "Das Buch sieht aber komisch aus". Beim näheren Hinsehen entpuppte es sich dann als der gut getarnte schwesterliche Taschenrechner. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie glücklich ich bin :))). Deswegen finde ich, sollte ich die Uniarbeit für heute ruhen lassen und den wertvollen Fund ausgiebig feiern. 





vs.







Und so sieht der TR übrigens im Original aus. Das daneben ist meine täuschend echte Phantomzeichnung. Over and Out :)

Sonntag, 6. Februar 2011

Toulouse, je t'aime?!

Mannoman. Da hab ich ja mal wieder ganz spontan angefangen, mir Gedanken über die Zukunft zu machen. Ich wachte gestern auf und hatte irgendwie das Bedürfnis, nach Frankreich zu fahren. Fragt mich nicht wieso. Vielleicht habe ich von Frankreich geträumt oder so - auf jeden Fall wollte ich mit einem Mal nach Frankreich. Eigentlich ziemlich eigenartig, wenn man bedenkt, dass ich mich vier Jahre lang mit einer 4 --- in der Schule durch den Französischunterricht geschleppt habe. Aber anscheinend hatte mein Unterbewusstsein wohl geplant, dass es jetzt nach Frankreich gehen sollte.
Und während ich in meinem Kopf eine Frankreichreise plante, wurde ich mit einem Mal größenwahnsinnig. Wieso nur eine Reise nach Frankreich, wenn man nicht gleich auch ein ganzes Semester dort verbringen kann? Bewerbung für das Auslandssemester müsste doch jetzt bald anstehen, fiel mir da nebenbei so ein. 
So oder so ähnlich hatte ich mir das
vorgestellt
Eigentlich hatte ich ja ein Auslandssemester schon innerlich abgehakt. Viel zu teuer und wo sollte ich auch hin? Wenn, dann wollte ich nur nach England und da hat die Fontys keine Partnerunis. Doch mit einem Mal war alles anders. Ich war total angefixt und bin sofort auf die interne Fontysseite gegangen und habe mich über französische Partnerunis informiert und gesehen, dass es eine tolle Uni in Toulouse gibt. Ich hatte es schon vor Augen - Ich, wie ich mit einem unglaublich guten Rotwein in der Hand (bis dahin würde ich gelernt haben zwischen einem Tetrapackwein und einem eichenfassgereiftem Bordeaux aus dem Jahre 1855 zu unterscheiden) den Eiffelturm im milden Licht des Sonnenuntergangs betrachte. Ich, wie ich klitzekleine Biskuittörtchen in einem kuscheligen Straßencafé nasche. Ich, wie ich einem unglaublich talentierten Straßenkünstler beim Zeichnen zusehe... Nun ja, das waren in etwa so meine Gedankengänge. Durch die erste Euphorie war ich zum Bäume ausreißen bereit und strahlte über das ganze Gesicht wie ein Honigkuchenpferd. Als ich dann auch noch erfuhr, dass man als Austauschstudent im Erasmusprogramm (Fontys ist Teil davon) 200 Euro im Monat als Bonus bekommt und ich meine Eltern nicht mal um extra Geld anhauen musste, habe ich vor lauter Aufregung fast einen Herzstillstand bekommen.
Meine Mutter hatte mich auch ein wenig verdutzt angeschaut, als ich ihr atemlos von meinen neuen Plänen berichtete. Kann durchaus sein, dass ich wirr durcheinander gesprochen habe und irgendwann auch mal was von 10 Francs in der Baskenmütze eines talentierten Künstlers gefallen ist - letztendlich war meine Mutter nämlich ziemlich verwirrt. Aber nachdem sie mir erst mal liebevoll befohlen hatte, mich hinzusetzen und tief durchzuatmen, konnte ich mich wohl wieder verständlich artikulieren. Natürlich erwartete ich Jubelsprünge und absolute Extase bei meiner Mutter. Doch Fehlanzeige. Was bekam ich? "Also ehrlich Samira, Frankreich? Was willst du denn in Frankreich?". Mööööööööööp. Dämpfer. Alles klar, Mutti anscheinend nicht sonderlich begeistert. Auslandssemester voll toll, Frankreich eher nicht so. Aber davon ließ ich mich nicht sonderlich beirren. Das war ja nur eine Meinung von vielen.
Aber dann das gleiche bei meinen Freunden. Es kam immer wieder zur gleichen Reaktion nachdem ich auch ihnen freudestrahlend erst von einem geplanten Auslandssemester und anschließend von meinen Toulouseplänen berichtete: Erst Freude, dann der Dämpfer. Frankreich scheint in meiner Familie und in meinem Freundeskreis wohl echt nicht so beliebt zu sein. Wie kann das sein, dass ich bei Frankreich immer nur an nette Sachen denke und alle anderen nicht? Vielleicht sollte Frankreich mal echt was an seinem Image ändern. Neue Karriereoption: Frankreichs Marketingchefin für den Bereich Deutschland. Anscheinend etwa so herausfordernd wie derzeit bei BP im Marketing einzusteigen ;)
Nun ja, so viel also zu meiner ersten Wahl für diesen Moment. Anscheinend werde ich mich jetzt für Toulouse bewerben. Hab ja noch einen ganzen Monat Zeit, mir das weiter zu überlegen. Dann ist Fontys' interne Deadline für alle Auslandssemester-Bewerbungen für das kommende Studienjahr. Aber wie ich mich kenne, werde ich mir das bis zum 1. März noch eine Trillionen Mal anders überlegen. Aber eins steht fest: Ins Ausland geht es auf jeden Fall. Over and Out :)